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   Das Herz des Piraten

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Piraten und Seeräuber

Du kennst bestimmt den Räuber Hotzenplotz. Was ist dieser Räuber Hotzenplotz, wenn er auf einem Schiff auf hoher See seinem Beruf nachgeht? Richtig, ein Pirat. Nur stahlen diese Piraten nicht nur einer Oma die Kaffeemühle. Das tun natürlich echte Räuber auch nicht. Du kannst dir bestimmt denken, warum Räuber an Kaffeemühlen kaum interessiert sein dürften. Das ist wichtig, denn in deiner Antwort liegt der Grund für Räuberei und Piraterie.

 

 


 


 Es gibt aber neben dieser gewalttätigen Suche nach Schätzen und Reichtum große Unterschiede zwischen Land– und Seeräubern. Räuber konnten mitunter Pech haben. Die Beraubten besaßen nur wenig oder gar nichts. Piraten machten, wenn sie ein Schiff entdeckt hatten, oft reiche Beute. Ihr Hauptziel waren Handelsschiffe. Schließlich konnte man die Überfallenen auch noch als Sklaven verkaufen.
Was macht die Piraten aber so faszinierend?
Sie führten ein gefährliches Leben voller Abenteuer. Oft schufen sich Piraten eigene Staaten mit ihren eigenen Gesetzen und waren so unabhängig. Viele fingen als kleine Diebe an und wurde als Piraten mächtig, so mächtig, dass Könige vor ihnen Angst hatten. Wenn sie Schiffe des eigenen Landes verschonten, bekamen sie oft Kaperbriefe und durften sogar mit staatlicher Erlaubnis rauben und plündern, nämlich die Schiffe anderer Länder. Ein berühmter Pirat war z.B. Francis Drake. Er brachte 1579 das Kunststück fertig, eine spanische Galeone mit einem Riesenschatz an Gold, Silber und Edelsteinen an Bord zu kapern. Seine Leute sollen 4 Tage benötigt haben, um den Schatz auf das eigenen Schiff zu laden. Solche Freibeuter wie er überfielen im 16. und 17. Jahrhundert überwiegend spanische Handelsschiffe, die auf dem Weg in die spanischen Kolonien in Amerika waren.
Diese Freibeuter hat man immer dann gebraucht, wenn zwischen verschiedenen Ländern Krieg herrschte.

Über Piraten beschwerten sich in der Antike schon die Ägypter. An der Küste Nordafrikas kam es um 1350 v. Chr. wiederholt zu Überfällen von Piraten aus Lykien.

Auch Griechen und Römer hatten auch mit ihnen zu kämpfen. Da es noch keinen Kompass gab, segelten fast alle Schiffe brav an der Küste entlang, aus Angst, sich zu verirren. Piraten konnten dann diese Schiffe von Land aus beobachten und sich schleunigst selbst auf ihre Schiffe begeben um die Handelsschiffe zu überfallen. Nur in der Blütezeit Athens, als Athen und seine Verbündeten viele Kriegsschiffe bauen mussten, um gegen die persische Bedrohung gerüstet zu sein, wurde die Piraterie weitestgehend zurückgedrängt. Athen hatte nun genügend Kriegsschiffe, um seinen Handel zu schützen .

Die Römer mussten wiederholt gegen Piraten vorgehen. Im Jahr 67 v. Chr. war sogar die Lebensmittelversorgung und das Wirtschaftsleben Roms schwer beeinträchtigt.