Vorwort (Auszüge)

 

Grundidee

Im Blick auf den kulturellen Wandel durch die neuen digitalen Medien nimmt das Internet eine zentrale Stellung ein. Die kompetente Nutzung des Computers als Universalwerkzeug ist uneingeschränkt für die Teilnahme an allen gesellschaftlichen Bereichen erforderlich, für Schule, Beruf und für das Alltagsleben. Zu dieser Nutzung muss mittlerweile der qualifizierte Umgang mit dem Internet gerechnet werden.

 

Medienkompetenz

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien werden weitgehend unabhängig von wirtschaftlichen Konjunkturzyklen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklung und Verbreitung des Internets als größte und praktisch unerschöpfliche Informationsquelle ist unumkehrbar. Diese Mengen an Informationen, die weltweit in Datenbanken abgelegt sind, müssen aber gezielt abgerufen und selektiert werden, damit sie überhaupt für den Einzelnen verwertbar sind.

 

Kinder- und Jugendschutz

Das Internet repräsentiert einen bedeutsamen Ausschnitt der medial vermittelten Welt. Für Kinder und Jugendliche besteht hier auch der Zugang zum kulturellen Bestand der Erwachsenenwelt. Was früher das „Schlüsselloch“(vgl. Postman) war, ist jetzt ein Link, der prinzipiell Einblicke in jegliche Art von Räumen ermöglicht. Jeder „Klick“ macht neue Türen auf und öffnet damit den Zugang zu Inhalten, die innerhalb bestimmter seelischer und geistiger Entwicklungsstufen durchaus schädlich sein können. Dazu gehören natürlich vor allem Gewalt- oder Gewalt verherrlichende Darstellungen sowie der ganze Bereich der Pornografie.

Das Medium Internet stellt, was den Kinder- und Jugendschutz angeht, aus pädagogischer Perspektive eine Herausforderung neuer Dimension dar, deren Lösungen nicht so einfach handhabbar sind wie bei den traditionellen Medien.

Die Lösung der Probleme hinsichtlich des Kinder- und Jugendschutzes kann indes nicht darin bestehen, dass Kinder und Jugendliche komplett auf dieses Medium verzichten. Das Internet ist, obwohl erst wenige Jahre alt, etablierter Teil unseres Alltags. Zugangsmöglichkeiten bestehen nicht nur zu Hause, sondern auch öffentlich, wie z. B. in Internetcafés. Ein Verbot ist nicht realistisch und vor allem weckt es erst das Interesse.

Die Aufgabe ist es vielmehr, die Heranwachsenden zu befähigen, qualifiziert das Internet zu nutzen. Qualifiziert meint dabei mehr als die technischen Aspekte bspw. des Navigierens. Es bedeutet auch die inhaltliche Orientierung: Wie suche ich? Wo finde ich Inhalte, dir mir weiterhelfen? Wie kann ich kommunizieren? Wo muss ich vorsichtig sein? Innerhalb einer institutionalisierten Lernumgebung kann und sollte in jedem Fall ein kontrollierter und gesteuerter Umgang mit dem Internet erfolgen.

 

Der Kurs

Der Internet-Kurs ist modular angelegt. Er besteht aus 6 Modulen, die sich weitgehend unabhängig voneinander einsetzen lassen.

Mit der nicht-linearen Struktur der Einheit können sie flexibel arbeiten. Wir sehen hierfür zwei Möglichkeiten.

  • Wenn es der zeitliche Rahmen hergibt, können alle Themen nach und nach angeboten werden. Von der Planung her ist der Umfang dieser Einheit etwa auf ein Schuljahr hin angelegt. Diese Vorgehensweise möchten wir ausdrücklich für Lernanfänger in dem Bereich Internet empfehlen.
  • Sind Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC und dem Browser vorhanden, so können auch Module einzeln durchgeführt und andere weggelassen werden. Ein Anlass dafür sind beispielsweise Projekttage an Schulen.

Jedem Modul ist eine Lernerfolgskontrolle angeschlossen, die Aufschluss über den Leistungsstand der Schüler gibt. Wir haben bei der verwendeten Software darauf geachtet, dass sie zum einen weit verbreitet und zum anderen kostenlos erhältlich ist. Für die Auswahl insbesondere des Browsers und des E-Mail-Providers waren für uns die Qualität des Angebotes und die Verbreitung im Bereich des Internetmarktes ausschlaggebend.

 

Hinweise für den Einsatz von Arbeitsblättern

Die Arbeitsblätter sind konzipiert für jeweils eine Unterrichtsstunde (45 Minuten). Sie bestehen nicht nur aus Arbeitsaufträgen, sondern enthalten auch alle wesentlichen Informationen zur Bearbeitung der Aufträge sowie weiterführende Informationen.

In jedem Falle ist es wichtig, abschließend die Ergebnisse zu vergleichen und zu kontrollieren.

Jede konkrete Unterrichtsplanung, die sich auf Online-Angebote bezieht, setzt sich dem Risiko aus, dass die referierten Websites oder Hilfsmittel nach wenigen Monaten nicht mehr existieren oder zumindest in ihrem Aussehen und dem Funktionsumfang modifiziert wurden. Wir haben uns bemüht, hier Vorsorge zu treffen, indem wir uns in vielen Sitzungen auf eine eigens für diese Einheit erstellte Website beziehen. Zum anderen beziehen wir uns auch auf Websites, die wir als stabil im Markt verankert ansehen. Veränderungen bei Websites oder der benötigten Software betreffen meist nur das Design oder sind eine Funktionserweiterung, die den Einsatz der Unterrichtsblätter nicht beeinträchtigt.

Zur Schreibweise der Internetadressen: Alle WWW-Adressen sind unterstrichen. Wir haben auf Satzzeichen direkt hinter diesen Adressen verzichtet, weil die Schüler sonst denken könnten, Punkt oder Komma würden zur Internetadresse gehören.

 

Didaktische Kommentare

Dieser Einheit wurden didaktische Kommentare beigelegt, die den in der Thematik fachfremden Lehrern helfen sollen, anhand der Arbeitsblätter die Unterrichtsstunden durchzuführen. Letztlich stellen sie einen Vorschlag für den Unterrichtsablauf dar, der je nach Lerngruppe zu konkretisieren ist.

Neben den Hinweisen für die jeweilige Stunde enthalten die Kommentare, wo wir es für hilfreich halten, auch weiterführende Hinweise zur Thematik und auch zur Unterrichtsgestaltung.