Vorwort

 

Die Anforderungen an die Darstellung von Arbeitsergebnissen sind, insbesondere vor dem Hintergrund der bundesweit geführten Diskussion um eine Qualitätssteigerung im Bildungs‑ und Ausbildungsbereich, deutlich gestiegen. Im Zusammenhang mit der pädagogischen Schulentwicklung (vgl. Klippert 20001, Klippert 20042) wird auf eine neue Lernkultur gesetzt, in der selbstgesteuertes Lernen als Schlüsselkompetenz gilt.

Für die Lehr- und Lernorganisation bedeutet dies vor allem ein Abrücken vom Frontalunterricht und die verstärkte Einbindung von kooperativen Lernformen, also die Bildung von thematischen Projekt- und Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse eigenständig präsentiert werden.

Zur Präsentation von Arbeitsergebnissen wird, unabhängig vom Inhalt, zuerst immer eine Methodenkompetenz über den Aufbau und die Durchführung eines Kurzvortrages/Referates benötigt. Darüber hinaus ist zunehmend die Darstellung einer medial gestützten Präsentation gefordert, die die Anwendung einer Präsentationssoftware voraussetzt. Die Arbeitsmaterialien in diesem Buch sind entsprechend aufgebaut.

Nach einer allgemeinen methodischen Einführung über den Aufbau eines Kurzvortrages folgt die Vermittlung von Grundroutinen im Umgang mit dem Programm PowerPoint 2003. Wir können derzeit davon ausgehen, dass PowerPoint die häufigst verwendete Präsentationssoftware ist, da sie Teil der Office Basis-Version ist, wie sie z. B. von Microsoft für Lehrkräfte, Schüler und Studenten angeboten wird. Dadurch ist PowerPoint das Standardprogramm für medial gestützte Präsentationen. Mit Blick auf die Schulpraxis ist zu beobachten, dass PowerPoint zwar immer öfter verwendet, aber selten methodisch hinreichend fundiert eingesetzt wird.

Wir haben uns beim Entwickeln der Unterrichtsmaterialien für eine Systematik entschieden, die sich anders als die Benutzerhandbücher, an den praktischen Bedürfnissen der Anwender orientiert. Durch die Benutzerfreundlichkeit von PowerPoint sind die Schüler z. B. bereits am Ende der

ersten Arbeitssitzung, in der das Präsentationsprogramm eingeführt wird, in der Lage, eine kleine Bildschirmpräsentation in der Klasse vorzuführen. Insgesamt haben wir, wie bei unseren anderen Publikationen auch, einen Schwerpunkt auf problemlösendes und selbstentdeckendes Lernen gelegt. Bei der Themenauswahl wurden entwicklungspsychologisch begründete Interessen der Altersgruppe (Selbstdarstellung Identitätsfindung) berücksichtigt.

Präsentationstechniken kennen und anwenden ist eine Querschnittsqualifikation, die fächer- und schulübergreifend auch in beruflichen Kontexten benötigt und erwartet wird. Wie dargestellt, ergibt sich der Bedarf an Lehr- und Lernmaterial zu medial gestützten Präsentationstechniken sowohl aus der bildungstheoretischen Diskussion als auch aus der gängigen Schulpraxis.

 

Claudia Emrich                                                                                             Thomas Emrich